“Das Zukunftsland Niedersachsen mitgestalten”

Interview mit Clemens Lammerskitten, CDU-Landtagskandidat im Wahlkreis Bramsche, Belm, Bohmte, Ostercapppeln und Wallenhorst / Bildung, Betreuung und Wirtschaft sind die entscheidenden Themen

  • Herr Lammerskitten, die CDU im Wahlkreis hat sie mit einer eindrucksvollen Mehrheit zu ihrem Landtagskandidaten gekürt. Was für ein Gefühl war das damals, und was fühlen Sie heute?

Im ersten Moment habe ich mich natürlich vor allem gefreut. Ein wenig später kam dann die Erkenntnis hinzu, dass es eine große Ehre ist, wenn die CDU-Mitglieder mir zutrauen, politische Verantwortung für die Menschen in unserem Wahlkreis zu übernehmen. Für mich ergibt sich daraus die Verpflichtung, nach dem Vertrauen meiner Parteifreundinnen und –freunde jetzt auch das der Wählerinnen und Wähler zu gewinnen.

  • Wie stellen Sie sich Ihre zukünftige Arbeit in Hannover vor?

Ganz wichtig ist mir, dass meine Arbeit eben nicht nur und auch nicht vorrangig in Hannover abläuft, sondern vor allem in meinem Wahlkreis. Deshalb werde ich mein Wahlkreisbüro weiter betreiben. Über diese Anlaufstelle können mich die Menschen im Wahlkreis jederzeit ansprechen. In Hannover selbst wird es während der Sitzungswochen neben der inhaltlichen Einarbeitung vor allem darum gehen, Kontakte zu knüpfen. Ich bin froh, dass ich da auf einige Grundlagen aus meiner beruflichen Tätigkeit werde zurückgreifen können.

  • Wie können Sie Ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen darüber hinaus noch nutzen?

In den vergangenen Jahrzehnten habe ich alle Bereiche und Ebenen der Wallenhorster Gemeindeverwaltung kennen gelernt. Die Themen, die ich dabei bearbeitet und gestaltet habe, sind den Themen auf Landesebene nicht unähnlich, sodass ich viele meiner Kenntnisse werde einsetzen können. Was sich ändert, ist vor allem die Perspektive. Als Landtagsabgeordneter werde ich meinen Blick weiten müssen und gleichzeitig den Fokus immer auf meinem Wahlkreis lassen – eine spannende Kombination, finde ich.

  • Bekannte Themen in neuer Perspektive: Welche inhaltlichen Schwerpunkte wollen Sie sich ganz konkret in Ihrer Arbeit setzen?

Das hängt zu einem Großteil natürlich davon ab, welche Erwartungen die Menschen in meinem Wahlkreis haben. Für mich persönlich ist die frühkindliche Bildung ein zentrales Anliegen. Aus meiner beruflichen Arbeit weiß ich, wie sehr Kinder profitieren, wenn Elternhaus und öffentliche Hand sich gemeinsam für ihre optimale Förderung einsetzen. Die CDU-geführte Landesregierung hat hierzu eine wichtige Weiche gestellt, indem sie das dritte Kindergartenjahr beitragsfrei gemacht hat. Ich werde mich dafür einsetzen, dass diese Beitragsfreiheit auf alle drei Kindergartenjahre ausgeweitet wird. Damit erhalten alle Kinder gleiche Chancen und werden im Übergang an die Schule weitestgehend unterstützt.

Auch im schulischen Bereich kenne ich mich durch meine Arbeit bei der Gemeinde Wallenhorst aus. Unter anderem habe ich an der Planung und Umsetzung des Ganztagsschulzentrums an der dortigen Alexanderschule federführend mitgearbeitet – für mich ein sehr gelungenes Beispiel dafür, wie Schule sein sollte: ein Ort, an dem sich Lehrende und Lernende wohl fühlen, ein Ort, der für den Erwerb von Wissen ebenso optimale Bedingungen bietet wie für sinnvolle Freizeitgestaltung, ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche gemäß ihren Voraussetzungen individuell gefördert werden. In diesem Sinne will ich mich für den Ausbau des Ganztagsangebots engagieren. Zum Glück halten in unserem Wahlkreis schon alle Kommunen Ganztagsschulbetriebe ebenso vor wie ein gut ausgebautes Kinderbetreuungsnetz inklusive Angeboten für unter Dreijährige. Darauf können wir aufbauen.

Voraussetzung für den Erfolg Niedersachsens, des Osnabrücker Landes und unseres Wahlkreises ist außerdem eine gesunde, wachsende Wirtschaft, vor allem im Mittelstand, die Arbeitsplätze schafft und sich in die Gesellschaft einbringt. Dazu kann eine gezielte Vernetzung zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und den Bildungseinrichtungen entscheidende Impulse geben. Dann könnten in konkreten Projekten beispielsweise Studierende schon Kindergartenkinder für Naturwissenschaften begeistern oder Unternehmen mit Jugendlichen schon während deren Schulzeit zusammenarbeiten, um sie ganz praktisch auf das Berufsleben vorzubereiten.

  • Eine große Vielfalt an Themen. Wie wollen Sie sich in den kommenden Wochen und Monate darauf vorbereiten?

Neben Familie und Beruf wird der Wahlkampf natürlich viel Raum einnehmen. Ich möchte die Zeit nutzen, um den Menschen in Belm, Bramsche, Bohmte, Ostercappeln und Wallenhorst zu begegnen. Darüber hinaus werde ich mich vor Ort in Gesprächen mit Menschen, die sich auskennen, auf die Themen vorbereiten, die ich vorhin genannt habe. Bei Firmenbesuchen beispielsweise will ich erfahren, welche Bedürfnisse und Fragen die heimische Wirtschaft hat, oder mich bei Besichtigungen in Kindergärten und Schulen über die Betreuungssituation und das Bildungsangebot informieren.

  • Wie sieht Ihre Familie Ihre Kandidatur?

Na ja, die Kinder sind vielleicht ganz froh, dass ich in den kommenden Monaten nicht ganz so viel Zeit wie gewöhnlich haben werde, um Mathehausaufgaben zu kontrollieren oder sie Vokabeln abzufragen (lacht). Aber im Ernst: Ohne die Unterstützung der Familie geht es nicht und hätte ich diese Herausforderung auch nicht angenommen. Meine Frau und unsere zwei Kinder stehen voll hinter mir, auch, wenn die kommenden Wochen und Monate auch für sie sicher nicht immer leicht sein werden.

  • Zu guter Letzt verraten Sie uns doch bitte Ihre ganz persönliche Prognose für die Landtagswahl insgesamt!

Ich glaube, die Menschen in unserem Land wissen, was Ministerpräsident David McAllister und seine Mannschaft in den vergangenen Jahren in und für Niedersachsen geleistet haben, und sie spüren ganz konkret die positiven Auswirkungen: Das dritte Kindergartenjahr ist jetzt beitragsfrei, das Land hat 1.000 neue Polizisten eingestellt und 2.500 Lehrerstellen geschaffen… Kurzum: Niedersachsen ist heute ein Zukunftsland. Es gibt keinen Grund, diese Entwicklung zu stoppen. Deshalb rechne ich mit einem klaren Wahlsieg und einem Stimmengewinn für die CDU.

  • Herr Lammerskitten, ich danke Ihnen für dieses Gespräch!